Stipendiaten in Bayreuth 2026

In diesem Jahr reisten die Sopranistin Lilith Schart und der Klarinettist Davit Sarukhanyan als Stipendiaten des Dortmunder Richard -Wagner-Verbands nach Bayreuth. Davit Sarukhanyan wurde von der Festspielleitung ausgewählt, um einen Beitrag zum internationalen Stipendiatenkonzert zu leisten.

Lilith Schart

Die Woche, die wir im Rahmen des Richard-Wagner-Stipendiums in Bayreuth erleben durften,
war beeindruckend und faszinierend! Die Höhepunkte waren die Opernbesuche im
Festspielhaus. Wir hatten die Möglichkeit, den fliegenden Holländer, Rienzi – der anlässlich
des 150-jährigen Festspieljubiläums erstmalig auf dem grünen Hügel zu hören war – und
Parsifal in dieser einzigartigen Akustik und Kulisse miterleben zu dürfen. Auch konnten wir
einem vielfältigen Programm beiwohnen, das unter anderem aus gemeinsamen Abenden, dem
Besuch der Klaviermanufaktur Steingraeber und Söhne, einer Festspielhaus- und einer
Stadtführung bestand. Ich habe mich besonders darüber gefreut, so vielen interessanten
Menschen zu begegnen, die die Leidenschaft für diese Musik teilen. Die Woche hat mir
ausgesprochen viel Freude bereitet und ich bin dem Richard Wagner Verband Dortmund für
diese Möglichkeit sehr dankbar.

Davit Sarukhanyan

Als Stipendiat durfte ich eine ganz besondere Zeit in Bayreuth erleben. Diese Erlebnisse werde
ich als Musiker, Pädagoge und als Mensch nachhaltig in Erinnerung behalten.
Neben den musikalischen Erlebnissen waren auch die Stadtführungen und die morgendlichen
Einführungen in die verschiedenen Opernwerke für mich sehr bereichernd. Dadurch konnte ich
die Stadt, ihre Geschichte und Wagners Idee hinter Bayreuth immer besser verstehen. Im Laufe
der Woche hat sich so nach und nach ein eigenes Bild davon entwickelt, was Bayreuth und
Wagners Konzept eigentlich ausmacht.
Besonders fasziniert hat mich Wagners Idee, das Orchester im Festspielhaus für das Publikum
weitgehend unsichtbar zu machen. Dadurch entsteht ein besonderes Zusammenspiel von
akustischer und visueller Wahrnehmung: Man hört die Musik, ohne ihre unmittelbare Quelle
zu sehen. Gerade diese Trennung macht die Präsenz der Musik für mich umso stärker – sie ist
da, auch wenn man sie nicht sieht. Als Klarinettist hat mich dieser Gedanke besonders
beschäftigt und mir einen neuen, faszinierenden Zugang zum Orchester und zu seiner
Klangwelt eröffnet.
Ein weiterer Höhepunkt war die gemeinsame Probenarbeit bei Steingraeber & Söhne, der
traditionsreichen Bayreuther Klaviermanufaktur. Dort durfte ich gemeinsam mit anderen
ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten für das Stipendiatenkonzert proben. Die
gemeinsame musikalische Arbeit und vor allem der Austausch mit den anderen Stipendiatinnen
und Stipendiaten waren für mich eine besondere Erfahrung. Menschen aus verschiedenen
Ländern und mit ganz unterschiedlichen musikalischen Hintergründen kennenzulernen, hätte
ich ohne diese Woche wahrscheinlich nicht erlebt.
Sehr dankbar bin ich dem RWV Dortmund, der mir diese Erfahrung durch seine Unterstützung
als Stipendiat ermöglicht hat. Im Rahmen des Stipendiatenkonzerts durfte ich auch den Namen
des Vereins vorstellen, was für mich eine schöne Möglichkeit war, mich für diese Unterstützung
zu bedanken.
Das Stipendium hat mir neue musikalische Impulse gegeben, meinen Blick auf das Orchester
erweitert und mir Begegnungen ermöglicht, die mich auf meinem weiteren künstlerischen Weg
begleiten werden.

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